Zeitung in der Grundschule
„Glocke“-Lexikon
Zeitung in der Grundschule
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Aufmacher, Mantel, Spiegeln – auch bei der „Glocke“ gibt es Fachbegriffe. Wenn du erfahren willst, was sich hinter den Wörtern verbirgt, durchstöbere das „Glocke“-Lexikon. Dort steht noch viel mehr Interessantes. Manchmal gibt es sogar Enten in der Zeitung.




A

Artikel: Einen Text in der Zeitung nennt man Artikel.

Auflage: So nennt man die Zahl der Zeitungen, die an einem Tag gedruckt werden. Bei der Glocke werden jeden Tag rund 50.000 Zeitungen gedruckt. Würde man 50.000 Zeitungen aufeinander legen, wären diese so hoch wie ein riesiger Wolkenkratzer mit fast 200 Stockwerken.

Aufmacher: Der wichtigste Text auf der Seite heißt Aufmacher. Er steht oben auf der Seite. Er ist oft der längste Text der Seite.

B

Bericht: Das ist ein längerer Artikel über ein Ereignis, in dem nicht die eigene Meinung des Schreibers steht. Er sagt also nicht, wie ihm das Ereignis gefallen hat.

Bildzeile: Der Text unter einem Foto heißt Bildzeile. Dort wird erklärt, was oder wer auf dem Bild zu sehen ist.

C

Chefredakteur: So bezeichnet man den Chef der Redaktion, also den Chef der Redakteure und Fotografen, die für die Zeitung arbeiten.

D

Druckerei: Die Druckerei ist ein großes Gebäude, das in Oelde steht. In diesem Gebäude steht die Druckmaschine. Der Druck der Zeitung beginnt jeden Tag etwa um 23 Uhr. Bis 3 Uhr morgens wird gedruckt.

Druckmaschine: Die Druckmaschine ist riesengroß. Sie ist zwölf Meter hoch. Das ist so hoch wie ein großer Kastanienbaum. Jede Nacht verarbeitet die Druckmaschine 160 Kilometer Papier. 160 Kilometer – das ist etwa so lang wie die Entfernung von der Stadt Münster bis nach Köln.

Druckplatte: Wenn die Zeitungsseiten im Computer fertig bearbeitet sind mit allen Texten und Fotos, werden sie in der Druckerei mit einer speziellen Maschine auf Aluminium-Platten übertragen. Das heißt in der Fachsprache, dass die Platten belichtet werden. Für die Farben Blau, Rot, Gelb und Schwarz gibt es jeweils eine solche Druckplatte. Diese Platten dienen als Vorlage für die Zeitungsseite.

E

Ente: Enten sollte es in der Zeitung nicht geben. Damit sind nicht die Tiere gemeint. Eine Ente ist in der Zeitungssprache eine falsche Meldung. Das heißt, es ist nicht wahr, was in dem Zeitungstext steht. Ein Beispiel: Die Journalisten einer Zeitung bekommen die Information, dass ein Tiger aus dem Zoo entlaufen ist. Er ist es aber gar nicht. Die Zeitung veröffentlicht das. Es steht also eine falsche Meldung in der Zeitung. Das ist eine Ente.

E-Paper: Es gibt die Zeitung nicht nur gedruckt, sondern auch im Internet. Das nennt man E-Paper. Der Begriff ist Englisch und steht für „elektronisches Papier“ oder „elektronische Zeitung“.

F

Farben: Die „Glocke“ wird in bunten Farben gedruckt, was man an den farbigen Bildern erkennen kann. Vier Farben werden zum Drucken gebraucht: Blau, Rot, Gelb und Schwarz. Jeden Tag werden zum Drucken der Zeitung rund 90 Kilogramm rote, gelbe und blaue Farbe gebraucht und 100 Kilogramm schwarze Farbe. Das sind zusammen ungefähr zehn große Eimer voll. Man braucht nur Blau, Rot, Gelb und Schwarz, weil man aus diesen Farben alle anderen Farben mischen kann.

Fotos: Früher war „Die Glocke“ nur in Schwarz-Weiß gedruckt. Es gab also keine bunten Bilder oder andere Farben in der Zeitung. Das erste bunte Foto erschien im Jahr 1975.

G

GamW: Das ist die Abkürzung für „Glocke am Wochenende“. Die GamW erscheint jeden Samstag. Das sind acht Seiten, die ganz hinten in der Zeitung liegen. Es gibt zwei Kinderseiten mit Rätseln und einer Geschichte von Käpt’n Blaubär. Mr. Campana, das Maskottchen der Kinderseite, verlost dort jede Woche etwas Schönes. In der GamW gibt es auch immer fünf lange Artikel.

Gegendarstellung: Wenn etwas falsch in der Zeitung gestanden hat, zum Beispiel über eine Person, dann hat die Person das Recht, der Redaktion mitzuteilen, wie es richtig ist. Das muss dann in der Zeitung abgedruckt werden und das heißt Gegendarstellung. Beispiel: In der Zeitung steht über einen Landwirt, dass er 73 Schafe in einem kleinen Stall hat. Das stimmt aber nicht, er hat nur 20 Schafe, die in dem Stall leben. Dies schreibt er an die Redaktion, die seine Worte veröffentlicht.

Glocke: Die Zeitung „Die Glocke“ ist eine Tageszeitung. Das heißt, sie erscheint jeden Tag – außer sonntags. Es gibt auch Wochenzeitungen. Die erscheinen nur an einem Tag in der Woche.

H

Hintergrund: Das ist eine besondere Textart in der Zeitung. In einem „Hintergrund“ wird ein Ereignis erklärt, oder dort stehen weitere Informationen zu einem Ereignis. Zum Beispiel kann es einen schweren Unfall mit einem Bus gegeben haben. In einem „Hintergrund“ kann dann stehen, welche schweren Unfälle mit Bussen es in der Vergangenheit bereits gegeben hat.

I

Impressum: Das Impressum steht in der „Glocke“ auf der Politik-Seite. Dort stehen die Namen der Verleger und der Redakteure aus der Nachrichtenredaktion. Außerdem gibt es Informationen über die Adresse, eine Telefonnummer und die Preise der „Glocke“ sind dort gesammelt. Auf der ersten Seite des Lokalteils steht noch einmal ein Impressum. Das hat den Namen „Ihr Draht zu uns“. Die Redakteure, die in den Lokalredaktionen arbeiten, stehen dort mit einer Telefonnummer und E-Mailadresse.

Interview: So nennt man es, wenn ein Reporter einem Menschen viele Fragen stellt. Bei der Befragung sammelt der Reporter Informationen für seinen Text, den er für die Zeitung schreibt.

J

Journalist: Das ist jemand, der für die Zeitung, das Radio, das Fernsehen oder das Internet arbeitet.

K

Kommentar: Das ist ein besonderer Artikel in der Zeitung. Der Journalist schreibt in dem Kommentar, was er für eine Meinung zu einem Ereignis hat. Zum Beispiel kann es sein, dass die Politiker beschließen, dass alle Kinder kostenlos Milch in der Schule erhalten sollen. Der Journalist schreibt in einem Kommentar, was er daran gut oder schlecht findet.

Kleinanzeigen: Mit einer Kleinanzeige werden Sachen zum Verkauf oder zum Vermieten angeboten. Das kann zum Beispiel eine Wohnung oder ein Auto sein. Aber es können auch Tiere angeboten werden. Eine kleine Anzeige kostet 7 bis 12 Euro.

Kürzel: Vor oder hinter jedem Text stehen zwei, drei oder vier Buchstaben, zum Beispiel dpa oder spr. Sie nennt man Kürzel. „spr“ ist die Abkürzung für den Namen Karoline Springer, eine Redakteurin der „Glocke“, die diese Texte geschrieben hat. dpa heißt Deutsche Presse-Agentur. Wenn dpa vor einem Text steht, heißt das, der Text kommt von dieser Nachrichtenagentur. Eine Nachrichtenagentur ist eine Firma, bei der Journalisten arbeiten. Die Journalisten sind über die ganze Welt verstreut und berichten aus vielen Ländern. Ihre Berichte und auch Fotos schicken sie über den Computer zur „Glocke“, aber auch zu anderen Zeitungen. Dafür muss „Die Glocke“ Geld bezahlen.

L

Layout: Das ist das Fachwort für das Aussehen der Zeitung. Layout ist ein englisches Wort und bedeutet auf Deutsch „Anordnung“. Layout bezeichnet also, wie die Texte und Fotos auf den Zeitungsseiten angeordnet sind. Wenn Redakteure eine Zeitungsseite planen, also layouten, sagen sie auch, dass sie die Seite bauen.

Leserbrief: Wenn ein Leser anderen Lesern schreiben möchte, wie er einen Thema aus der Zeitung findet, kann er einen Leserbrief schreiben. Darin schreibt er seine Meinung. Das ist nicht die Meinung der Redakteure.

Lokalteil: So heißt der Teil der Zeitung, in dem du Neuigkeiten und Geschichten aus der Umgebung und dem Ort erfährst, in dem du wohnst.

M

Mantel: Mantel nennt man den ersten Teil der Zeitung, weil er die anderen Teile umschließt, wenn die Zeitung zusammengefaltet ist – wie ein Mantel einen Menschen. Bei der „Glocke“ gehören zum Mantel die Titelseite sowie die Seiten „Politik“, „Zeitgeschehen“, „Westfalen“, „Wirtschaft“, „Kultur und Medien“ und „Weltchronik“.

Meldung: Ein kurzer Text über ein Ereignis, in dem nur das Wichtigste steht.

N

Nachricht: Die Neuigkeiten in der Zeitung heißen Nachrichten.

Nachrichtenagentur: Das sind Unternehmen, bei denen viele Journalisten arbeiten. Sie sind über die ganze Welt verstreut. Von dort berichten sie aus den verschiedenen Ländern und machen auch Fotos. Ihre Berichte und Fotos schicken sie über den Computer mit einem speziellen Programm an „Die Glocke“ und auch andere Zeitungen, Fernsehsender und Radiosender. So bekommt „Die Glocke“ Nachrichten aus der ganzen Welt.

O

Ortsmarke: Am Anfang eines Textes steht immer der Ort oder die Stadt, in dem das Ereignis stattgefunden hat, von dem der Text berichtet. Das nennt man Ortsmarke.

P

Pressemitteilung: Vereine oder Firmen schicken der „Glocke“ Informationen zu. Dort steht zum Beispiel drin, dass ein Kaninchenzüchterverein die schönsten Tiere präsentiert. Auch der Ort und das Datum, an dem die Ausstellung stattfindet, werden genannt. Diese Informationen nennt man Pressemitteilung. Der Verein bittet die Mitarbeiter der „Glocke“, über die Kaninchenausstellung zu berichten.

Q

Querformat: So wird meist die Form eines Fotos genannt. Ein Foto im Querformat ist ein Bild, das breiter als hoch ist. Das Gegenteil wäre ein Hochformat. Man kann auch sagen, ein Foto im Querformat liegt, ein Foto im Hochformat steht.

R

Redakteur: Um Redakteur zu werden, braucht man eine Ausbildung. Diese Ausbildung heißt Volontariat. Das kann man zum Beispiel bei einer Zeitung machen. Man lernt dann, Texte zu schreiben und Menschen zu befragen. Wenn die Ausbildung beendet ist, ist man Redakteur, das heißt ein ausgebildeter Journalist.

Redaktion: Wie in einer Sport-AG kommen in einer Redaktion Menschen zusammen, die sich für ein Thema interessieren. In der Redaktion sind das die Redakteure. „Die Glocke“ hat sechs Lokalredaktionen und eine Nachrichtenredaktion. Eine Lokalredaktion bearbeitet Themen, die in den Gemeinden und Städten passieren. Die Nachrichtenredaktion schreibt über Themen, die in der Region, Deutschland und auf der ganzen Welt passieren.

Redaktionsschluss: Das ist der Termin, an dem alle Zeitungstexte und Bilder auf den Zeitungsseiten im Computer stehen und fertig bearbeitet sein müssen. Einen Redaktionsschluss gibt es jeden Tag. Er ist immer spät abends. Nach dem Redaktionsschluss wird die Zeitung gedruckt.

Reportage: Das ist ein ganz ausführlicher Text über ein Ereignis. Der Text ist sehr lebhaft geschrieben und der Leser soll den Eindruck bekommen, dass er das Ereignis beim Lesen miterlebt. Es wird nicht nur das Wichtigste geschrieben, sondern auch, was spannend ist.

S

Schlagzeile: Ein Text in der Zeitung hat immer eine Überschrift. Das ist die Schlagzeile. Die ist fett gedruckt und in größeren Buchstaben geschrieben als der Rest des Textes.

Seitenkopf: Auf jeder Seite ganz oben steht der Seitenkopf. Er heißt so, weil er wie der Kopf beim Menschen oben ist. Der Seitenkopf bei der „Glocke“ enthält das Datum, an dem die Zeitung erschienen ist, den Namen „Die Glocke“ und ein weiteres Wort, das in der Mitte steht. Dieses Wort beschreibt, was auf der Seite zu lesen ist, also das Thema. Das kann zum Beispiel „Sport“ oder „Politik“ sein.

Sommerloch: In den Sommerferien machen ganz viele Leute Urlaub. Das merken auch die Redakteure. Denn in dieser Zeit, passiert nicht so viel. Wenn es nur ganz wenige Themen gibt, über die die Redakteure schreiben können, nennen sie das Sommerloch. In dieser Zeit kommen auch nur ganz wenige E-Mails in der Redaktion an und es gibt kaum Termine. Dann müssen die Redakteure ganz kreativ denken und sich spannende Themen ausdenken, über die sie berichten können.

T

Titelseite: Der Name für die erste Seite der Zeitung.

Termin: Journalisten haben oft Termine. Zu diesen Terminen werden sie meist eingeladen. Zum Beispiel kann es sein, dass der Bürgermeister einer Stadt zur Eröffnung eines Weihnachtsmarktes einlädt. Die Journalisten kommen zur Eröffnung, um darüber einen Bericht zu schreiben und Fotos zu machen. Vielleicht hat auch eure Schule schon mal Journalisten zu einem Termin eingeladen, wenn besondere Bilder oder selbst gebastelte Laternen ausgestellt wurden.

U

Umbruch: Außer Texten und Fotos enthält „Die Glocke“ viele Anzeigen. Es gibt großflächige Anzeigen, etwa von Supermärkten oder Möbelhäusern, die damit auf ihre Angebote aufmerksam machen. Und es gibt die vielen privaten Kleinanzeigen. Die werden von Zeitungslesern aufgegeben. Sie bieten etwas zum Verkauf an oder möchten selbst etwas kaufen. Der durch einen Computer unterstützte Vorgang, bei dem all diese Kleinanzeigen auf eine Seite gestellt werden, nennt der Zeitungstechniker Umbruch.

V

Verbreitungsgebiet: So nennt man die Orte und Städte, in denen eine Zeitung erscheint. „Die Glocke“ erscheint in den Kreisen Warendorf und Gütersloh. In sechs Städten sitzen Journalisten von der „Glocke“ in einem Büro und berichten von dort aus. Büros sind in Warendorf, Beckum, Ahlen, Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Oelde. In Oelde ist die Zentrale der „Glocke“. Dort steht auch das Druckhaus, in dem die Zeitung gedruckt wird.

Verlag: Ein Verlag stellt Dinge her, die gedruckt werden. Zum Beispiel eine Zeitung. Der Verlag der „Glocke“ heißt Engelbert-Holterdorf-Verlag. Verleger nennt man die Besitzer des Verlags.

Video: Immer häufiger machen Zeitungsreporter auch Videos zu Themen, über die sie in der Zeitung berichten. Die Videos stellen sie mit dem Bericht im Internet ein. Dort kann der Leser sie angucken. Er erhält so noch mehr Informationen.

Volontariat: So heißt die Ausbildung zum Redakteur.

W

Wegstellen: Wenn alle Zeitungsseiten am Abend fertig sind, werden sie gedruckt. Damit die Kollegen in der Druckerei wissen, dass die Seiten wirklich fertig sind und nicht mehr daran gearbeitet wird, machen die Redakteur an der Seite im Computer ein besonderes Zeichen. Diesen Vorgang nennen Redakteure eine „Seite wegstellen“. Das sehen die Kollegen in der Druckerei. Dann wissen sie, dass sie die Druckplatten herstellen und mit dem Zeitungsdruck starten kann.

W-Fragen: Ein Text in der Zeitung sollte alle W-Fragen beantworten. Zu den W-Fragen zählen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Sie heißen W-Fragen, weil sie mit dem Buchstaben W beginnen.

X
Y
Z

Zeitungspapier: Das Papier für die Zeitungen wird in Lastwagen von Finnland, Schweden und Russland nach Deutschland gebracht. Das Papier ist auf riesigen Rollen aufgewickelt. Eine Rolle ist etwa 1300 Kilogramm schwer. Das ist ungefähr so schwer wie ein Auto. Auf einer Rolle sind 20 Kilometer Papier aufgewickelt. Jeden Tag kommt ein Lastwagen voll mit Papier zur Druckerei der „Glocke“. Jeden Tag braucht man ungefähr 160 Kilometer Papier zum Drucken der „Glocke“, also acht Rollen.

Zitat: Wenn jemand etwas gesagt hat und das genauso in der Zeitung steht, heißt das Zitat. Wenn Anführungsstriche (auch Gänsefüßchen genannt) am Anfang und am Ende stehen, ist es ein direktes Zitat. Es gibt aber auch indirekte Zitate. Davor steht meistens ein „dass“. Derjenige, der das Zitat gesagt hat, steht immer mit im Text.